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Inhalt

  1. CSS | 1.0 | 2.0 | 3.0
  2. HTML | 1.0 | 2.0 | 3.2 | 4.0 | 4.01
  3. XHTML™ | 1.0 | 1.1 | 2.0 | Basic
  4. XML
  5. XSLT, XSL-FO
  6. Logo IETFInternet Engineering Task Force (IETF)
  7. Logo W3CWorld Wide Web Consortium (W3C)
HTML

HTML (HyperText Markup Language) ist eine SGML (Standard Generalized Markup Language) -Anwendung entsprechend dem Internationalen Standard ISO 8879 und wird allgemein als die Standard-Veröffentlichungssprache des World Wide Web angesehen.

SGML ist eine Sprache zur Beschreibung von Markup-Sprachen, insbesondere solcher, die im elektronischen Dokumentaustausch, Dokumentmanagement und der Dokumentveröffentlichung benutzt werden. HTML ist ein Beispiel für eine in SGML definierte Sprache.

SGML gibt es seit Mitte der 70er Jahre und ist ziemlich stabil geblieben. Ein großer Teil dieser Stabilität kommt von der Tatsache, daß die Sprache sowohl merkmalsreich wie auch flexibel ist. Jedoch hat diese Flexibilität einen Preis, und dieser Preis ist ein Maß an Komplexität, die ihre Annahme in einer Vielfalt von Umgebungen gehemmt hat, einschließlich dem World Wide Web.

HTML, wie ursprünglich erdacht, sollte eine Sprache für den Austausch wissenschaftlicher und anderer technischer Dokumente, für den alltäglichen Gebrauch durch Nicht-Dokument-Spezialisten geeignet sein. HTML nahm sich dem Problem der Komplexität von SGML an, indem sie einen kleinen Satz struktureller und semantischer Elemente festlegt, geeignet um relativ einfache Dokumente zu erstellen. Zusätzlich zum Vereinfachen der Dokumentstruktur fügte HTML Unterstützung für Hypertext hinzu. Multimediafähigkeiten wurden später hinzugefügt.

In einem bemerkenswert kurzen Zeitraum wurde HTML sehr populär and wuchs schnell über ihre ursprüngliche Bestimmung hinaus. Seit HTMLs Anfängen gibt es ein schnelles Erfinden neuer Elemente zum Gebrauch innerhalb HTMLs (als Norm) und um HTML an vertikale, äußerst spezialisierte Märkte anzupassen. Diese Unmenge neuer Elemente hat zu Kompatibilitätsproblemen für Dokumente zwischen verschiedenen Plattformen geführt.

So wie sich die Heterogänität sowohl von Software als auch von Plattformen schnell vermehrt, ist es klar, daß die Eignung von »klassischem« HTML zum Gebrauch auf diesen Plattformen ein wenig eingeschränkt ist.

HTML ist eine sogenannte Auszeichnungssprache (Markup Language) und hat die Aufgabe, die logischen Bestandteile eines Dokuments auszuzeichnen. Als Auszeichnungssprache enthält HTML daher Elemente zum Markieren typischer Bestandteile eines Dokuments, wie z.B. Überschriften, Textabsätze, Listen, Tabellen oder Grafiken.

Das Auszeichnungsschema von HTML geht von einer hierarchischen Gliederung aus. Dokumente haben globale Eigenschaften, zum Beispiel einen Kopf und einen Titel. Der eigentliche Inhalt besteht aus Elementen, zum Beispiel einer Überschrift 1. Ordnung. Einige dieser Elemente haben wiederum Unterelemente. So enthält ein Textabsatz zum Beispiel Einrückungen, eine Aufzählungsliste besteht aus einzelnen Listenpunkten, und eine Tabelle gliedert sich in einzelne Tabellenzellen.

Die meisten dieser Elemente haben einen fest definierbaren Erstreckungsraum. So geht eine Überschrift vom ersten bis zum letzten Zeichen, eine Aufzählungsliste vom ersten bis zum letzten Listenpunkt, eine Tabelle von der ersten bis zur letzten Zelle. Die Auszeichnungen markieren Anfang und Ende von Elementen.

Web-Browser lösen die Auszeichnungs-Elemente auf und stellen diese dann in optisch gut erkennbarer Form am Bildschirm dar, wobei die Bildschirmdarstellung nicht die einzige denkbare Ausgabeform ist. HTML kann genauso gut mit Hilfe synthetisch erzeugter Stimmen auf Audio-Systemen ausgegeben werden. Solche Systeme existieren beispielsweise heute als sog. »Screen-Reader« für sehbehinderte Menschen. In Zukunft kommt solchen akustischen Ausgabeformen jedoch wahrscheinlich eine noch größere Rolle zu.

Die Spezifikation von HTML [REC-HTML] ist auf den Seiten des W3-Konsortiums verfügbar. Sie verweist stets auf die aktuell empfohlene Version.

Links & Literatur

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